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Streitigkeiten

Wenn Schimmel in einer Mietwohnung entsteht, kommt es immer wieder zum Streit zwischen Mieter und Vermieter. Die Schuld wird hin und hergeschoben keiner will die Kosten für die Beseitigung übernehmen. Baumangel oder zu wenig gelüftet? Diese Frage hat schon häufig die Gerichte beschäftigt.

 

Am Anfang steht im Mietrecht immer der Blick in den Mietvertrag: In Regel- Mietverträgen gewährleistet der Vermieter dem Mieter den Gebrauch der Wohnung oder des Hauses (§ 535 BGB). Der Gesetzgeber verpflichtet den Vermieter ausdrücklich dazu, das vermietete Objekt während der Mietzeit in einem bewohnbaren Zustand zu halten (§ 536 BGB). Das ist die Voraussetzung für die Mietzahlungen. Und genau hier kommt der Schimmel ins Spiel: Wenn nämlich Schimmel von erheblichem Umfang blüht, so dass die Räume nicht vertragsgemäß bewohnt werden können, ist die Wohnung mangelhaft. Dann kann der Mieter vom Vermieter mit Fristsetzung verlangen, dass dieser den Mangel behebt und die Wohnung wieder in einen bewohnbaren Zustand versetzt.

 

Die entscheidenden Fragen sind hier immer:

Wer ist für den Mangel verantwortlich?

Wer muss die finanziellen Folgen tragen?

Und um wie viel Prozent kann der Mieter die Miete mindern?

 

Diese Fragen führen Mieter und Vermieter häufig vor Gericht. Es gibt zahlreiche Urteile zum Hausschimmel, die zwar zunächst nur für den jeweiligen Einzelfall gelten und nicht allgemeingültig

 

Außergerichtliche Einigung und Streitschlichtung: Hierfür ist oftmals durch eine raumklimatische Langzeitmessung und derer visuell aufgebauten Auswertung möglich. Um "bauphysikalische" und fachspezifische Fragen zu klären ist es meist sinnvoll einen Sachverständigen mit einzuschalten. Kommt es zu einem Gutachten, müssen sich Vermieter und Mieter auf Besuch und viele Fragen einstellen.

 

Für eine notwendige, detaillierte Bestandsaufnahme ist eine Begehung der Räume nötig. Es werden Fotos gemacht, Bewohner und Vermieter befragt, Feuchtigkeiten und Temperaturen gemessen. Zusätzlich können Proben entnommen oder Messgeräte aufgestellt werden." Auch die Lage der Wohnung, die Baudichte im Umfeld und mögliche Schimmelpilzquellen in der Umgebung wie etwa Kompostwerke oder landwirtschaftliche Betriebe werden protokolliert. Die Vermieter werden nach den eingesetzten Baumaterialien, nach eventuell erfolgten Sanierungsarbeiten und nach dem Baujahr des Hauses befragt. Mieter müssen Fragen zu Heiz- und Lüftungsgewohnheiten beantworten. Nach der Bestandsaufnahme erfolgt die Datenauswertung und schließlich die Schadensanalyse und gegebenenfalls ein Sanierungskonzept durch uns.