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Schimmelpilze sind ein natürlicher und relevanter Bestandteil der belebten Umwelt.


Sie dienen dem Abbau abgestorbener, organischer Substanz und der Wiederzuführung der mineralischen Abbauprodukte in den natürlichen Stoffkreislauf. Pflanzen assimilieren diese anorganischen Stoffwechselprodukte wieder zu organischen Naturstoffen, so dass auf diese Weise der biologische Stoffkreislauf geschlossen wird.


Die Vermehrung und Verbreitung von Schimmelpilzen erfolgt durch vegetative Sporen, das heißt Sporen, die durch ungeschlechtliche Vermehrung entstehen. Diese Sporen sind ein natürlicher Bestandteil jeglicher Raumluft und fast überall anzutreffen. Schimmelpilzsporen als natürliche Hintergrundbelastung stellen somit noch keine Problematik dar. Erst das Auskeimen dieser Sporen am „falschen Ort“ im Sinne eines Schimmelpilzbefalls führt zu einer nachteiligen Beeinflussung der Bausubstanz und der Lufthygiene.

 

 

Disponanzfaktoren für Auskeimen und Verbreitung von Schimmelpilzsporen im Innenraum

 

Damit ein Auskeimen von Schimmelpilzsporen und somit ein Befall der Bausubstanz im
Innenraum möglich wird, sind verschiedene Faktoren seitens der Standortbedingungen
erforderlich.


Hinreichende (notwendige) Faktoren sind:
- Feuchte
- Gehalt der Bausubstanz an organischen Stoffen
- Temperatur


Als zusätzliche Faktoren können folgende Punkte festgehalten werden:
- Fehlender Lichtzutritt zur Bausubstanzoberfläche
- Unzureichende Luftzirkulation im Innenraum
- Unzureichende Luftwechselrate

 

Alles in allem können also Schimmelpilzsporen an einem bestimmten Standort im Innenraum nur dann auskeimen, wenn praktisch alle hinreichenden Faktoren (wenigstens teilweise) erfüllt sind. Die zusätzlichen Faktoren wirken darüber hinaus noch verstärkend auf die Manifestation eines Befalls sowie auf die Befallintensität.

Im Hinblick auf die Luftfeuchte ist festzuhalten, dass ein Wachstum der meisten Schimmelpilzgattungen bei einer relativen Luftfeuchte zwischen 70% und 100% möglich ist. Praktisch alle Gattungen keimen ferner bei kondensierender Feuchte (die Sättigung von 100% ist überschritten) in Verbindung mit entsprechenden weiteren Standortfaktorenbevorzugt aus. Die relative Luftfeuchte beschreibt den Anteil an Wasserdampf, der bis zum Erreichen der Dampfsättigung vorliegt.

 

Wichtig:

Die Dampfsättigung der Luft ist temperaturabhängig; bei niedrigerer Temperatur kann grundsätzlich weniger Dampf in der Luft bis zur Sättigung von 100% verteilt werden als bei höherer Temperatur. Einer rel. Luftfeuchte von 100% entsprechen daher bei unterschiedlichen Temperaturen unterschiedliche absolute Wasserdampfmassen!

 

Quelle  S c h m e l z